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Selbstliebe

Aktualisiert: 22. Aug. 2023

Selbstliebe ist die Basis für ein zufriedenes, gesundes Leben!



Wir alle sehnen uns nach Liebe. Wir möchten geliebt werden so wie wir sind, einfach unserer Selbst willen.


Wie sieht es aber bei dir aus? Liebst und akzeptierst du dich genauso wie du bist? Was ist für dich Selbstliebe? Selbstliebe hat Konsequenzen.


In diesem Beitrag möchte ich dich motivieren, dich selber kritisch aber wertfrei zu beobachten und so nachzuforschen, wie du zu dir stehst. Kennst du deine Grenzen? Kennst du deine Ressourcen? Beachtest du deine Bedürfnisse, nimmst du sie ernst?



Selbstliebe hat viele Facetten. Dazu gehört:


  • Sei achtsam mit dir selber.

  • Achte auf deine Gedanken. Wie und was denkst du über dich?

  • Achte darauf, wie du über dich sprichst.

  • Achte auf deinen Körper, pflege ihn mit Liebe.

  • Achte auf deine Bedürfnisse, nimm sie wichtig.

  • Respektiere deine Grenzen, lege immer wieder Pausen ein.

  • Werde dir deiner Glaubenssätze bewusst. Verändere die welche dir schaden, fördere die welche dich stärken.

  • Umgib dich mit Menschen, die dir guttun.

  • Lerne Nein zu sagen.

  • Höre auf zu jammern und suche nach Lösungen.

  • Übernimm Verantwortung für dein Leben.


Doch schauen wir die Bedürfnisse genauer an. Was sind deine wahren Bedürfnisse, weisst du welches deine Bedürfnisse sind? Was ist/wäre dir wichtig?


Wenn du weisst, was deine Bedürfnisse sind, stellt sich die Frage:

  • Kümmere ich mich um meine Bedürfnisse?

  • Kommuniziere ich klar meine Bedürfnisse, so dass mein Gegenüber auch weiss, was meine Bedürfnisse sind? Oder mache ich einfach die Faust im Sack und bin frustriert, dass sich mein Gegenüber anders verhält als ich erwarte?

  • Nehme ich meine Bedürfnisse genauso ernst wie die Bedürfnisse anderer?

  • Wenn nicht, was hindert mich daran sie zu leben?


Hier schliesst sich der Kreis.

Meistens hindern uns unsere tief eingepflanzten Glaubenssätze daran für uns einzustehen und so zu leben, wie wir gern möchten. Solche Glaubenssätze können sein:


  • Ich bin nicht gut genug.

  • Ich muss mich immer anpassen.

  • Das steht mir nicht zu.

  • Ich muss gefallen.

  • Ich darf nicht auffallen.

  • Du kannst das nicht.


Diese Glaubenssätze wirken selbst dann noch, wenn wir rational wissen, dass dies nicht so ist. Unser Gehirn hat diese fest abgespeichert. Wir müssen sie erst erkennen und dann durch neue ersetzen. Das ist ein Prozess und braucht Zeit.


Dazu eine eigene Geschichte:


Jahrelang habe ich einfach das gemacht, was an mich herangetragen wurde. Du kannst dir vielleicht vorstellen: ich war immer beschäftigt mit Familie, Hausarbeit, ausser Haus arbeiten, organisieren, für Alle immer verfügbar sein usw.

Dies ging ganz automatisch, ich war es gewohnt und es war so wie auch meine mitbekommenden Glaubenssätze waren. Du musst dich anpassen. Du darfst dich nicht zu wichtig nehmen. Du musst dich zurücknehmen. Du darfst nicht egoistisch sein. Du musst immer für deine Familie da sein. Es gibt «mehrbessere» Leute, welche automatisch mehr Rechte haben und wir gehören nicht dazu. Etc.


Im Laufe meines Lebens habe ich zwar gelernt, dass viele dieser Glaubenssätze nicht mehr gelten und rational war mir klar, ich verändere einfach mein Verhalten. Doch trotz dieses Wissens agierte ich automatisch wie immer und schaffte es nicht einfach so. Die Glaubenssätze wirkten noch immer. Dazu kam dieses schlechte Gewissen, welches immer kam, wenn ich mal einfach nur für mich schaute oder auch mal nein sagte.

Je länger desto mehr wurde mir klar, ich will nicht mehr so weiter. Ich habe auch Bedürfnisse. Ich fand viele Dinge, welche ich nicht mehr wollte, doch gleichzeitig wusste ich gar nicht was ich eigentlich stattdessen wollte. Und selbst wenn, dachte ich oft, dass dies ja anmassend von mir sei. Dazu kam auch noch, dass ich mir zwar sagte ich würde gerne… doch danach kam gleich das Aber… Und noch schlimmer, ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen. Zum Beispiel, wenn ich Zeit für mich einforderte ohne einen «wichtigen» Grund. So relativierte ich sofort die Wichtigkeit meines Bedürfnisses und setzte die Bedürfnisse und Wünsche anderer vor meine. Mit der Zeit wusste ich gar nicht mehr, was eigentlich meine persönlichen wahren Bedürfnisse sind.


Ich bin zufrieden mit meinem bisherigen Leben. Ich habe nicht dauernd gelitten, es war ja so «normal». Manchmal war es sogar praktisch. Ich musste mich weniger ärgern, wenn etwas nicht so lief wie erwartet. Zum Beispiel: Ich möchte etwas – es entspricht nicht meinen Wünschen – Schade – Umstellung im Gehirn – ja dann nehme ich auch das. Dies führte dazu, dass ich manchmal gar nicht auf die Idee kam, mich zu wehren.


Und wie ist es jetzt?

Ich weiss wer ich bin und was ich kann. Ich bin immer noch sehr anpassungsfähig. Aber ich spüre viel mehr in mich hinein. Was ist mir wichtig? Wenn mir etwas wichtig ist setze ich mich dafür ein. Ich weiss, dass ich es Wert bin. Und ich muss nicht perfekt sein. Einen Glaubenssatz habe ich für mich so angepasst: Ich werde geliebt und akzeptiert, weil ich meine Bedürfnisse und meine Meinung ernst nehme.

Die Erkenntnis: Ich bin richtig so wie ich bin. Denn es geht um meine Zufriedenheit, meine Lebensfreude. Wenn es mir gut geht und ich zufrieden bin, geht es auch meinen wichtigsten Menschen um mich herum gut.



Ich will damit zeigen, wie stark solche Glaubenssätze wirken, auch wenn man sie auf der intellektuellen Ebene schon lange verändert hat. Doch es lohnt sich dranzubleiben. Das Verändern unserer Glaubenssätze trägt wesentlich dazu bei, dass wir uns lieben und annehmen so wie wir sind.

Eine weitere Erkenntnis daraus: Diese Glaubenssätze wirken emotional. Ein emotionales «Problem» kann man nicht rational lösen.


Darum braucht es Zeit und die Bereitschaft sich diese Zeit zu nehmen. Also Gang zurückschalten, zur Ruhe kommen, achtsam sein, beobachten was es mit dir macht.

Sei dir wichtig! Es geht hier NUR UM DICH!



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